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Die Sonne ist für ein Kind viel gefährlicher als für einen Erwachsenen, denn der körpereigene Sonnenschutz von Kindern muss sich erst noch entwickeln. In der Pubertät erreichen Kinder die volle Fähigkeit zu bräunen und auch die obersten Hautschichten sind erst zu diesem Zeitpunkt ausgebildet.
Führt man sich vor Augen, dass Kinder bis zu ihrem 18. Lebensjahr ungefähr die Hälfte der UV-Strahlen ihres gesamten Lebens aufnehmen, wird die Wichtigkeit von Sonnenschutz im Kindesalter deutlich.

Je jünger dein Kind ist, desto mehr muss es vor der Sonne geschützt werden. Nachfolgend findest du Hinweise für den richtigen Sonnenschutz für Kinder jeden Alters:
1. Lebensjahr: Die Sonne unbedingt meiden! Der UV-Eigenschutz muss sich noch entwickeln. Wähle für dein Baby unbedingt einen Schattenplatz aus. Schütze dein Baby mit angemessener Kleidung: Sonnenhut, langärmeliges T-Shirt, lange Hose, Schuhe oder Babysocken.
1-5 Jahre: So wenig direkte Sonneneinstrahlung wie möglich. In diesem Alter ist der Eigenschutz noch unvollständig, da die Farbpigmente nur langsam und in geringer Anzahl produziert werden. Meide mit Kindern diesen Alters die starke Mittagssonne, spiele am besten im Schatten mit ihnen und ziehe deinem Kind sonnengerechte Kleidung (z.B. spezielle UV-Schutzkleidung) und eine Kopfbedeckung an. Creme alle noch unbedeckten Körperstellen mit Sonnencreme speziell für Kinder sorgfältig ein.
6-12 Jahre: Wenig direkte Sonneneinstrahlung. Benutze Sonnencremes und -lotionen für Kinder mit Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlen und LSF 30+. Kinder gehen oft ins Wasser, deshalb sollte der Sonnenschutz gleichzeitig wasserfest sein. Trage die Sonnencreme großzügig als dünnen Film auf die Kinderhaut auf.
Durch zu wenig Sonnencreme und Einreiben verringerst du die angegebene Schutzwirkung! Nach dem Baden sofort wieder eincremen. Kopf, Stirn, Nase, Ohren, Nacken, Schultern, Hände, Knie, Po und Füße sind besonders für einen Sonnenbrand gefährdet und müssen daher gut vor UV-Strahlung geschützt werden.
Ab 12 Jahre: Ab diesem Alter kannst du dein Kind mit Sonnenschutzmittel für Erwachsene je nach Sonnentyp eincremen. Beachte dabei genau die Pflegetipps für Erwachsene.
Sonnencremes für Kinder ziehen sehr schnell ein und sind fetthaltiger.
Sie enthalten keine Farb- und Konservierungsstoffe, Emulgatoren und Parfüms.
Mineralische Sonnenschutzcremes wirken schneller.
Kindersonnencremes schützen vor UV-A- und UV-B-Strahlung.
Spezielle UV-Schutzkleidung bietet einen zuverlässigen Schutz vor schädlicher UV-Strahlung. Diese Kleidungsstücke sind so konzipiert, dass sie einen hohen UV-Schutzfaktor (UPF) aufweisen und dennoch leicht und bequem sind. Beispielsweise bietet die LÄSSIG Splash & Fun Kollektion Bademode für Babys und Kleinkinder mit UV-Schutz an, die nach UV STANDARD 801 getestet und zertifiziert ist.
Material und Farbe: Dunklere und dichter gewebte Stoffe bieten generell einen höheren UV-Schutz. Naturmaterialien wie Wolle, insbesondere Merinowolle, haben von Natur aus einen höheren UV-Schutz.
Passform: Die Kleidung sollte locker sitzen, um Luftzirkulation zu ermöglichen und den Tragekomfort zu erhöhen.
Kopfbedeckung: Ein Sonnenhut mit breiter Krempe schützt Gesicht, Ohren und Nacken vor direkter Sonneneinstrahlung.
Achte darauf, dass das Sonnenschutzmittel speziell für empfindliche Kinderhaut geeignet ist. Es sollte frei von Parabenen, Duftstoffen und anderen reizenden Inhaltsstoffen sein. Zudem sollte es einen ausreichenden Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder höher) bieten und wasserfest sein, besonders wenn dein Kind schwimmen geht.
Sollte dein Kind einen Sonnenbrand haben, kühle die Haut sofort, zum Beispiel mit einem feuchten, kalten Handtuch. Vermeide heißes Duschen und verwende nach der Kühlung eine beruhigende Lotion oder Aloe Vera, um die Haut zu pflegen. Stelle sicher, dass dein Kind weiterhin im Schatten bleibt und keinen direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt wird, bis der Sonnenbrand abgeklungen ist. Bei schwerwiegenden Sonnenbränden, wie Blasenbildung oder starkem Schmerz, solltest du einen Arzt aufsuchen.
Trage das Sonnenschutzmittel etwa 15 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne auf, damit die Haut ausreichend Zeit hat, den Schutz zu absorbieren. Achte darauf, das Sonnenschutzmittel großzügig und gleichmäßig aufzutragen, insbesondere an allen unbedeckten Hautstellen wie den Ohren, dem Nacken und den Händen
Mineralische Sonnenschutzmittel, die Zinkoxid oder Titandioxid enthalten, sind eine gute Wahl für empfindliche Kinderhaut, da sie UV-Strahlen direkt reflektieren und sofort schützen. Chemische Sonnenschutzmittel hingegen absorbieren die UV-Strahlen und wandeln diese in Wärme um. Für Kinder mit empfindlicher Haut oder einer Neigung zu Hautirritationen empfiehlt es sich, mineralische Sonnenschutzmittel zu bevorzugen.
Sonnenschutzmittel sollten innerhalb von 12 Monaten nach dem Öffnen verwendet werden, da sie mit der Zeit an Wirksamkeit verlieren können. Überprüfe das Haltbarkeitsdatum und achte darauf, dass die Verpackung gut verschlossen bleibt, um das Produkt frisch zu halten. Wenn das Sonnenschutzmittel sich in Geruch oder Konsistenz verändert, solltest du es entsorgen.