Inhaltsverzeichnis
Eau de Cologne, Eau de Toilette, Eau de Parfum, Extrait de Parfum – alles dufte, aber worin liegt eigentlich der Unterschied? Wir verraten es dir und geben dir Tipps zur Entscheidungshilfe bei der Frage, welchen Duft du wählen solltest.

Der Unterschied zwischen Eau de Cologne, Eau de Toilette, Eau de Parfum und Extrait de Parfum liegt in der Konzentration an Duftölen. Dabei spielt keine Rolle, ob es sich um Frauen Parfums oder Männer Parfums handelt.
Parfum besteht zum Großteil aus Alkohol und zum anderen Teil aus wohlriechenden Ölen von Blumenblüten, Hölzern, Kräutern und anderen aromatischen Ingredienzen, die ihm seine Duftnoten verleihen. Je mehr Duftöl im Parfum, desto stärker der Duft und seine Haltbarkeit. Das heißt in der Regel auch – je mehr Duftöl, desto preisintensiver ist das Parfum. Das meiste Duftöl hat dabei das preisintensive Extrait de Parfum, gefolgt von Eau de Parfum, Eau de Toilette und Eau de Cologne mit der niedrigsten Duftöl-Konzentration und dem moderatesten Preis.

Eau de Toilette (EdT) hat noch bis zu 8 % an Duftölen in sich, wodurch der Duft auch nur bis zu 4 Stunden hält. Der Preis ist natürlich deutlich niedriger.

Das Eau de Cologne (EdC) hat 3-5 % Duftöle im Flacon und hält ungefähr 2 Stunden.

Eau Fraîche (EF) enthält meist nur 1–3 % Duftöle und sorgt für eine sehr leichte, erfrischende Duftnote, die bis zu zwei Stunden hält.
Beim Parfum-Kauf solltest du neben dem richtigen Duftcharakter auch die Konzentration an Duftölen beachten.

Ein Parfum für eine Feierlichkeit, für den Abend oder Bühnenauftritte kann ruhig fulminant duften. Die meiste Zeit steht es im Badezimmerschränkchen und kommt nur hervor, wenn etwas Besonderes anliegt. Deshalb sind viele Duftfreunde und Duftfreundinnen hier gewillt, etwas mehr Budget einzuplanen. Ein Extrait de Parfum sollte wirklich nur bei den allernobelsten Anlässen verwendet werden.
Für andere festliche Gelegenheiten wird es wohl eher das Eau de Parfum sein. Dies ist immer noch sehr ergiebig und intensiv, aber nicht ganz so kostspielig.
Alltagsparfums können sowohl Eau de Toilette als auch Eau de Cologne sein. Am besten steckt man sie in die Handtasche, damit man zwischendurch nachsprühen kann und der schöne Duft nicht verfliegt. Ob fürs Büro, für frischen Duft beim Sporteln oder für den casual Kinobesuch – diese niedrig dosierten Duftwasser reichen hier normalerweise völlig aus.

Um Parfum herzustellen, braucht man Alkohol und Duftöle. Wie man diese Öle gewinnt, hängt von der Beschaffenheit ihres Grundstoffs ab. Dabei gibt es verschiedene Verfahren:
Enfleurage: Damit ist die Blütenöl-Verarbeitung gemeint (also Rosen, Maiglöckchen, Jasmin und Co.). Sie lässt sich einteilen in kalte und heiße Enfleurage. Bei der kalten Enfleurage werden mit tierischen Fetten eingeriebene Glasplatten meist über drei Monate lang Tag für Tag mit neuen Blüten belegt. Das Fett nimmt die ätherischen Öle der Blüten auf und wird dann mit hochprozentigem Ethanol ausgewaschen, um sie herauszufiltern. So erhält man reines Blumen-Öl. Bei der heißen Enfleurage (auch „Mazeration“ genannt) werden Blüten und Fett gemeinsam bei ca. 60 % erwärmt. Bei jedem dieser Vorgänge werden die Blüten ausgetauscht. Dann folgt das Auswaschen des Fetts mit hochprozentigem Ethanol wie bei der kalten Variante.
Destillation: Dabei gewinnt man Öle von Kräutern und Hölzern, indem man diese per Wasser und Wasserdampf von den übrigen Pflanzenbestandteilen trennt. Es lösen sich bei entsprechend hohen Temperaturen die Öle vom Wasser und werden mit einem Filter aufgefangen.
Extraktion: Das heute gängige Verfahren gewinnt Öle verschiedener Basen per Einsatz von Lösungsmitteln wie Butan oder Äther. Dann wird das Gemisch destilliert und diese werden „ausgewaschen“. Was übrig bleibt, nennt man „essence concrète“. Um Lösungsmittelreste rauszuwaschen, erfolgt eine erneute Reinigung. Übrig bleibt ein reines Öl, das auch als „essence absolue“ bekannt ist.
Expression: So heißt das Verfahren zur Gewinnung von Zitrusfrüchten (bspw. Orangen und Pampelmusen). Deren Öle würden durch heiße Verfahren verändert. Deshalb ist dieses Verfahren besonders schonend und vorsichtig: Die Zitrusfrucht-Schalen werden – oft noch rein händisch – aufgebrochen und ausgepresst.
Das hängt von der Duftöl-Konzentration ab:
Extrait de Parfum: bis zu 48 Stunden oder länger
Eau de Parfum: ca. 6–12 Stunden
Eau de Toilette: ca. 3–6 Stunden
Eau de Cologne: ca. 2 Stunden
Auch die Hautbeschaffenheit, das Klima und die richtige Anwendung spielen eine Rolle.
Traditionell gibt es Damen- und Herrendüfte, aber viele Parfums sind Unisex. Sie kombinieren maskuline und feminine Noten, sodass sie von jedem getragen werden können.
Die Körperchemie spielt eine große Rolle! Faktoren wie Hauttyp, Ernährung, Hormonhaushalt und sogar das Wetter beeinflussen, wie ein Duft sich entwickelt. Deshalb sollte man Parfums immer auf der eigenen Haut testen, bevor man sich entscheidet.
Ja, Parfum kann mit der Zeit an Intensität verlieren oder sich verändern. Ein gut gelagertes Parfum hält in der Regel:
Ungeöffnet: 3–5 Jahre oder länger
Geöffnet: ca. 2–3 Jahre (je nach Lagerung)
Anzeichen für ein „schlechtes“ Parfum sind eine dunklere Farbe, eine veränderte Duftnote oder ein ranziger Geruch.