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Neues Galeria-Filialportfolio

Neues Galeria-Filialportfolio

27. April 2024, Essen, Deutschland

Neues Galeria-Filialportfolio

Wirtschaftliche Voraussetzungen für Warenhaus der Zukunft geschaffen: 76 Filialen können fortgeführt werden

Nachdem das Amtsgericht Essen am 1. April 2024 das Insolvenzverfahren eröffnet hat, sind nun weitere wichtige Schritte für die Zukunft des Warenhausunternehmens Galeria Karstadt Kaufhof GmbH erreicht worden.

Wichtiger Teil des zu erarbeitenden Insolvenzplans und entscheidend für eine erfolgreiche Zukunft des Warenhauses in Deutschland ist das Filialportfolio. Jede der fortzuführenden Filialen muss das Potenzial haben, bereits heute oder in absehbarer Zeit die notwendige Profitabilität zu erzielen. Bei dieser Bewertung spielt neben soziodemographischen Rahmenbedingungen der Standorte insbesondere auch die Miethöhe eine zentrale Rolle.

„Als Ziel haben wir einen marktüblichen Mietkorridor von 7 bis 11 Prozent des Umsatzes definiert, um die jeweilige Filiale wirtschaftlich rentabel betreiben zu können“, erklärt Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus. „Wir haben für den Erhalt jeder einzelnen Filiale hart verhandelt. Nicht nur im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch im Hinblick auf lebendige Innenstädte. Bedanken möchte ich mich insbesondere auch bei Prof. Torsten Martini und seinem Team. In harten, aber stets fairen Verhandlungen ist es uns gemeinsam gelungen, für die Mehrheit der Filialen, die im Eigentum von insolventen SIGNA-Objektgesellschaften stehen, Mietverträge zu unterzeichnen. Dort, wo uns mit den Vermietern ein wirtschaftlich vertretbares Ergebnis trotz größter Bemühungen aller Beteiligten und trotz der Unterstützung durch die Politik nicht zu erzielen war, können die betreffenden Häuser nicht fortgeführt werden. Dafür haben wir gemeinsam mit dem Sozialpartner eine sozialverträgliche Lösung für die betroffenen rund 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeitet."

Dank der wirtschaftlichen Unterstützung durch das Investorenkonsortium wurde mit dem Gesamtbetriebsrat am 26. April ein Interessenausgleich und ein Sozialplan geschlossen. Dort ist u.a. festgelegt, dass alle Betroffenen für acht Monate in eine Transfergesellschaft wechseln können, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren. Von derzeit 12.800 Arbeitsplätzen bei Galeria werden rund 11.400 erhalten. Zudem wird das bisherige Service Center in Essen zukünftig an einen neuen Standort in die Filiale Düsseldorf Schadowstraße umziehen.

„Wir werden alles tun, um unser Geschäft in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Dazu sehen wir nicht zuletzt durch unsere Umsatzentwicklung im laufenden Geschäftsjahr gute Voraussetzungen", erklärt Galeria-CEO Olivier Van den Bossche. „Wir werden unsere Strategie der lokalen Ausrichtung konsequent weiter fortführen. Außerdem werden wir bestehende Kooperationen ausbauen und noch weitere, bedeutende Partnerschaften dazugewinnen, um unseren Kundinnen und Kunden das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten. In diesem Zuge wird es zudem weitere Investitionen in die Filialen geben. Bei unseren bisher zehn erfolgreich modernisierten Filialen haben wir zum einen wichtige Erkenntnisse für die Effizienzsteigerung der Umbaumaßnahmen gewonnen. Zum anderen sehen wir, dass diese zehn Häuser erheblich besser arbeiten als Vergleichsfilialen. Deshalb werden wir auch diesen Weg nach vorne weiter gehen und den Umbau unserer Filialen kontinuierlich und in einem angemessenen Tempo parallel zum Tagesgeschäft fortsetzen.“

Nächster Schritt im Insolvenzverfahren ist die vom Amtsgericht Essen für den 28. Mai angesetzte Gläubigerversammlung in der Messe Essen.

Pressekontakt
Unternehmenskommunikation E-Mail: [email protected]

Fortführungsfilialen

Folgende Filialen werden fortgeführt:

Filialbezeichnung
Aachen
Aschaffenburg
Bad Homburg
Bad Kreuznach
Bamberg
Bayreuth
Berlin Alexanderplatz
Berlin Hermannplatz
Berlin Kurfürstendamm
Berlin Schlossstraße
Berlin Tegel
Bochum Ruhrpark
Bonn
Braunschweig
Bremen
Centro Oberhausen
Darmstadt
Dortmund
Dresden
Düren
Duisburg
Düsseldorf Königsallee
Düsseldorf Schadow
Erfurt
Erlangen
Euskirchen
Frankfurt Hauptwache
Freiburg (ehem. Karstadt)
Freiburg (ehem. Kaufhof)
Fulda
Gießen
Goslar
Göttingen
Hamburg AEZ
Hamburg Eimsbüttel
Hamburg Mönckebergstr.
Hannover
Heidelberg
Heilbronn
Karlsruhe
Kassel
Kiel
Kleve
Koblenz
Köln Hohe Straße
Köln Nippes
Konstanz
Landshut
Leipzig
Limburg
Lörrach
Lüneburg
Magdeburg
Main-Taunus-Zentrum
Memmingen
Mülheim Heissen
München Marienplatz
München O.E.Z.
München Rotkreuzplatz
München Schwabing
Münster Ludgeristraße
Münster Salztraße
Nürnberg
Offenburg
Regensburg DEZ
Rosenheim
Rostock
Saarbrücken
Singen
Speyer
Stuttgart
Trier Simeonstraße
Ulm
Viernheim RNZ
Wiesbaden
Wismar

Schließungsfilialen

Folgende Filialen werden geschlossen:

Filialbezeichnung
Augsburg
Berlin Ringcenter
Berlin Spandau
Berlin Tempelhof
Chemnitz
Essen
Köln Breite Straße
Leonberg
Mainz
Mannheim
Oldenburg
Potsdam
Regensburg Neupfarrplatz
Trier Fleischstraße
Wesel
Würzburg